Brancheninfos, Investitionen

Branchen unter Druck

Betriebe leiden unter der derzeitigen Marktsituation und dem Preiskampf
Im Krisenjahr 2011 hat das Bundeskabinett für Wirtschaftsangelegenheiten drei Problemsektoren identifiziert: die Bauwirtschaft, die Autozulieferbetriebe und die Druckereien, wobei die Autozulieferer unter der (temporären) Absatzflaute der großen Hersteller litten, während die Bauindustrie und die Druckereien nicht nur ein konjunkturbedingtes, sondern auch ein strukturelles Problem haben.

Im vergangenen Jahr hat der Automarkt zumindest international wiederum stark angezogen, und die Zulieferbetriebe der großen Hersteller können sich wieder über volle Auftragsbücher freuen. In der Bauindustrie dagegen gibt es nach wie vor einige Probleme, und die Lage der Druckereien ist nach wie vor angespannt. Zu hohe Produktionskapazitäten, ein starker Preisdruck in einem harten Wettbewerb, in dem auch Konkurrenten von außerhalb des Landes mitmischen, und hohe Personalkosten kennzeichnen die Lage.

Bei den Druckereien bewirken unbefriedigende Betriebsergebnisse, die angespannten Marktlage und der schier unaufhaltsame Wandel, den die Technik und Digitalisierung bewirken, hohe Investitionskosten und damit verbundene Gewinnreduzierungen und in weiterer Folge auch steter Personalabbau.

Wie dem auch immer sei: Als Grund für die Investitionen zur Verbesserung der Produktivität und dem damit verbundenen Personalabbau nennen Arbeitsmarktexperten die im Vergleich etwa zu anderen EU-Staaten hohen Arbeitskosten, das starre deutsche Arbeitsrecht, das laufende Anpassungen verhindert, und die schwierige Marktlage mit Aufträgen, die immer kurzfristiger hereinkommen und dann im Eiltempo erledigt werden müssen.